Beginn des Ersten Europäischen Studienganges für Präventionsmedizin

Am 21. September 2007 hat Herr  Dr.med. Thomas Kraus in Dresden an der 

International University den 1.Europäischen, fachübergreifenden Studiengang für Präventionsmedizin begonnen. Die Immatrikulationsurkunde wurde von dem

früheren Ministerpräsidenten von Sachsen und Ehrenpräsidenten der Universität Herrn Prof. Dr. K.  Biedenkopf  in einer Feierstunde überreicht.

Wir werden an diese Stelle im Laufe der nächsten 2 Jahre von Neuerungen berichten, die sich in diesem spannenden Gebiet laufend auftun.

Interessantes aus den Vorlesungen

Der 43. Breitengrad hat besondere Bedeutung, da bis hierher die Römer gekommen sind und ihre Gene dem Enzym ADH

eine spezielle biologische Wertigkeit gegeben haben. Die Dimere des ADH enthalten zwei Äquivalente Zink. Alkohol wird

durch ADH zu Acetaldehyd, einem hoch toxischem Zwischenprodukt, oxidiert. Die Aldehyd-Dehydrogenase bedient sich des

NAD/NADH-Systems, welches dann die Oxidation zu Acetat ermöglicht. Acetat dient als Baustoff für neue Moleküle. Die heraus-

ragende biologische Wertigkeit der durch "römische Gene" geprägten Enzyme hat einen positiven Einfluss auf die Langlebigkeit.

Die Engagament-Theorie bedeutet die Zufriedenheit durch gesellschaftliche Integration. Fehlende oder minimierte soziale Kontakte verkürzen die Lebenszeit. Hier spielt  die verminderte Stimulation oder sogar die Neubildung der Nervenzellen

(Neurone) eine besondere Rolle. Also : use it or loose it !

Gesundheitsförderung beginnt in der Schwangerschaft. Durch ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Genußgiften

wird schon hier für das Ungeborene der Grundstein für die Prävention gelegt.

Die Vitalität eines Menschen gibt bereits Auskunft über potentielle Gesundheitsprobleme. Je niedriger die Vitalität ist, desto wahrscheinlicher sind Gesundheitsstörungen.

Die 10 wichtigsten Ursachen für DALY (diasability adjusted life years) sind: Depression(9.8%), Ischämische Herzerkran-

kung (5.9%), Demenz (5.8%) Alkohol bedingte Erkrankungen(4.7%), Diabetes (4.5%), cerebrovasculäre Erkrankungen(4.5%),

Hörverlust(4.1%). 

Dramatische Auswirkungen für unsere Gesellschaft hat die Tatsache, daß die Anzahl und die Dauer der Pflegebedürftigkeit zunimmt, während gleichzeitig die Zahl der Pflegekräfte abnimmt. Momentan ist nicht erkennbar, wie man diese Problem lösen kann. Die einzige mögliche Lösung liegt in einer frühzeitigen Prävention altersbedingter Erkrankungen.

Prof. Dr. A. Wolf, 22.9.2007

 

 

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